Der Name „AMOS“
Der Prophet aus dem alten Testament „Amos“, der mit erhobenem Zeigefinger das Volk Israel auf gesellschaftliche Missstände hinwies, war der Namensgeber der neu gegründeten Formation. Und ähnlich wie er, sah auch die Kirchenband ihre neue Aufgabe:
Die Menschen sollten aufgerüttelt werden, über notwendige Veränderungen nachzudenken. Sie sollten Bewegung in festgefahrene kirchliche und gesellschaftliche Strukturen und Verhältnisse bringen.
Die Gruppe Amos nahm ihre gesellschaftskritische Aufgabe Anfang der siebziger Jahre sehr ernst. Ihre Vorbilder waren Gesellschaftskritiker wie Hans Dieter Hüsch, Dieter Süverkrüp oder Hermann van Veen. Mit Süverkrüp stand SOMA einige Jahre später während einer Friedensveranstaltung gemeinsam auf der Bühne. Das gesellschaftliche Engagement hatte aber auch konkrete Folgen:
- Nach einem Abendgottesdienst für junge Christen mit dem Titel „Freiheit, die ich meine“ - man nannte das damals Beatmeditation – wurde die erste Ortsgruppe von Amnesty - International in Marl und Umgebung gegründet.
- Die Marler Szenenkneipe „Metropol“ war in den Siebzigern der Geheimtipp im nördlichen Ruhrgebiet und galt als Umschlagplatz für Haschisch, Marihuana und später auch für härtere Drogen. Und so bezog „Amos“ unter dem Thema „Verbotene Paradiese“ in einer Beatmeditation eingehend Stellung. Dieser Gottesdienst und die anschließenden Aktionen hatte die Gründung der Interessengemeinschaft „Drogengefährdeter junger Menschen“ zur Folge, die später die heutige Jugend- und Drogenberatung in Marl an der Zeppelinstrasse ins Leben rief (Drobs).

Leise Lieder
Parzival
Balladen
Wen es trifft
Vielleicht ist da noch mehr
Unser Sonnengesang
Menschenleben